Deidamia
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Die Opera buffa hatte bereits angefangen, von Neapel ausgehend ihren Siegeszug anzutreten als „Deidamia“, Händels letzte Opera seria, 1740 in einem knappen Monat entstand. Der Librettist Paolo Antonio Rolli hatte die Geschichte um den jungen Achill, der von seinen Eltern als Mädchen verkleidet, an den Hof des Königs Licomede gebracht wird, um dem Orakelspruch seines Todes im Trojanischen Krieg einen Riegel vorzuschieben, mit durchaus viel Witz und Ironie gestaltet. Das Werk wurde jedoch nur drei Mal aufgeführt und erklang danach erst wieder 200 Jahre später. Mit entsprechend viel Witz und Sinnlichkeit lässt Regisseur David Alden das viel zu lange vergessene Werk in der vorliegenden Produktion wieder auferstehen. Im politischen Gerangel in Griechenland vor dem Trojanischen Krieg stößt militärische Ehre auf das Streben nach persönlichem Glück, verkörpert durch die tragische Titelheldin, die unsterblich in den als Mädchen verkleideten Krieger Achilles verliebt ist.
„Ivor Bolton leitet das auf Originalinstrumenten spielende Concerto Köln sowie das überaus spielfreudige, aus Barock-Spezialisten bestehende Sängerensemble, das von der wunderbaren Sally Matthews angeführt wird, die „vokale Akrobatik mit körperlicher Akrobatik zu kombinieren weiß“ (New York Times).