Falstaff
Lieferzeit: Sofort versandfertig
Betrachtet man den Umstand, dass in Italien nach Donizettis „Don Pasquale“ fast 50 Jahre keine komische Oper das Licht der Welt erblickte und auch Verdi selbst nach seinem misslungenen Buffa-Debüt „un giorno di regno“ ebenfalls fast 50 Jahre die Finger vom komischen Fach gelassen hatte, könnte man denken, dass das südeuropäische Volk einen eher dramatisch-melancholischen Charakter hat. Doch gut Ding will Weile haben. Mit der Überzeugungsarbeit des Librettisten Arrigo Boito, der alle Zweifel Verdis vom Tisch wischte und den Weg für „Falstaff“ ebnete, konnte ein in seiner Qualität originäres Werk entstehen, das der Dirigent Daniele Gatti als „ein ganz wunderbares Gestirn im Verdi’schen Kosmos“ bezeichtet, „das in seiner Klarheit, Transparenz, Eleganz und Meisterschaft weder Vorläufer noch Nachfolger kennt.“
Ambrogio Maestri scheint als Sänger und als Schauspieler mit jeder Faser die lustigen und traurigen Seiten des Titelhelden zu verkörpern. Unter der Leitung von Daniele Gatti, einem der berühmtesten Operndirigenten unserer Tage, ist hier mit u.a. Barbara Frittoli ein hochkarätiges Cast zu erleben, das Sven-Eric Bechtolfs vorzügliche Regiearbeit an dieser ungestümen Produktion zu einem einzigartigen Vergnügen macht.